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HYDROMET-Trend

Trendanalyse von hydro-meteorologischen Extremwerten

Forschungsprojekt im Rahmen von KLI.EN (Klima- und Energiefonds des Bundes – managed by Kommunalkredit Public Consulting), Förderungsansuchen A7.CP456

Homepage: http://iwhw.boku.ac.at/Klien_Extremwerte/public/webseite/welcome_Klien.html

Period: 04/2008 - 08/2010

PI: Prof. R. Steinacker

Col: I. Aschauer, A. Lexer

Ziel dieses Vorhabens ist die Analyse von möglichen Veränderungen in Extremwerten unter geänderten Klimabedingungen. Unter Extremereignissen werden sowohl seltene Ereignisse verstanden, was deren Intensität anlangt, als auch lang andauernde nachhaltige Wettersituationen, wie z.B. längere Regen-, Trocken-, oder Hitzeereignisse.

Meteorologische Extremereignisse wie Starkniederschlag, längere Trocken- oder Hitzeereignisse nehmen seit jeher starken Einfluss auf den Menschen. Vor allem in den letzten Jahren ist das Bedürfnis einer besseren Vorhersage dieser Ereignisse immer stärker geworden. Diverse Simulationsläufe verschiedener Klimamodelle (ECHAM5, HadCM3) weisen nach wie vor eine zu geringe räumliche Auflösung auf. Dies macht sich besonders im Alpenraum, der eine klimatische Übergangszone bezüglich des Niederschlags darstellt, bemerkbar.

Druckfelder sind in den globalen Modellen zufriedenstellend abgebildet, sodass Zusammenhänge zwischen Niederschlagsereignissen und diversen Ableitungen der Luftdruckfelder Erfolg versprechend hergeleitet werden können. Ein Nachteil der verfügbaren globalen Modelle ist die Verfügbarkeit auf Tagesbasis, Niederschlagsereignisse treten jedoch häufig in kürzeren Perioden auf. Durch langjährige, hoch aufgelöste Druckanalysen über Mitteleuropa im dreistündigen Intervall, die im Rahmen des MESOCLIM- Projekts (FWF-Projekt Nr. P 18296) erstellt wurden, kann nunmehr auch der räumlich-zeitliche Verlauf betrachtet werden, um einen Zusammenhang mit einzelnen Niederschlagsereignissen herzustellen. Die Auswertungen stützen sich auf die Hypothese, dass ein Zusammenhang zwischen räumlichen und/oder zeitlichen Ableitungen des Druckfeldes (z. B. Hinweis auf ein Frontsignal) und Niederschlagsereignissen (insbesondere Extremereignisse) zu finden ist. Diese Annahme ist nahe liegend, da der Großteil der Niederschläge in den mittleren Breiten in Zusammenhang mit transienten synoptischen Systemen bzw. Fronten auftritt.

Darüber hinaus wird der räumlich-zeitlich Charakter der lokalen meteorologischen Beobachtungen mit der Abfolge von Großwetterlagen verknüpft. Mittels hoch aufgelöster Analysefelder der bodennahen Atmosphäre werden Strömungslagen klassifiziert, die in Zusammenhang mit Temperatur und Luftfeuchte einen Hinweis auf Stau- oder Frontniederschläge geben. Auch Perioden mit gradientschwachen Situationen, die vor allem im Sommer mit Dürreepisoden einhergehen, können damit erfasst werden.

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Letzte Änderung: 30.07.2013 - 16:38