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Klimaaspekte

Die Wissenschaft über das Klima unserer Erde findet verstärkt Einzug in alle Bereiche unserer Gesellschaft. Das stark wachsende Gebiet der Klimaforschung auf der wissenschaftlichen Ebene, sowie die verstärkte Einbeziehung von Klimaaspekten in die strategische Planung von Klimaschutzmaßnahmen auf der Ebene der politischen Entscheidungsträger verlangen ein immer detaillierteres Wissen über das Klima auf allen räumlich-zeitlichen Skalen. Die klimatologische Auswertung von mesoskaligen atmosphärischen Phänomenen, insbesondere in der komplexen Topografie wie derjenigen der Alpen, verlangt eine solide Datengrundlage, was sowohl die räumliche als auch die zeitliche Datendichte betrifft.

Mit Hilfe eines an unserem Institut entworfenen Analyseverfahrens (Vienna Enhanced Resolution Analysis - VERA), zur räumlichen Darstellung von beobachteten meteorologischen Parametern, wird im Rahmen von mehreren Projekten an der Erstellung eines klimatologischen Datensatzes gearbeitet. Als Grundlage dienen die bereits existierenden Datenarchive des European Centre for Medium-Range Weather Forecasts (ECMWF) - Meteorological Archival and Retrieval System (MARS) und ECMWF 40 Year Re-analysis (ERA-40) - sowie die laufend herausgegebenen Beobachtungsdaten (SYNOP und METAR). Die Analysefelder der meteorologischen Parameter (Temperatur, Luftfeuchte, Wind und Luftdruck) stehen auf einem Raster von bis zu 1 Kilometer horizontaler Auflösung für klimatologische Auswertungen zur Verfügung. Dieser Datensatz wird für die Untersuchung der mesoskaligen meteorologischen Phänomene im Alpenraum verwendet und zur Klärung der Frage, ob und wie sich deren Intensität und Häufigkeit im betrachteten Zeitraum der letzten Dekaden verändert haben, herangezogen (Projekte VERACLIM und MESOCLIM).

Für hydrologische Fragestellungen relevante klimatologische Untersuchungen über die Koppelung von Niederschlag mit anderen atmosphärischen Parametern werden im Projekt HYDROMET-TREND dazu verwendet, um Trendaussagen über die hydrometeorologischen Extremwerte für die Zukunft ableiten zu können. Für das Verständnis der Entstehung und Entwicklung der kleinräumigen klimatologischen Phänomene ist die operationell verfügbare Datendichte nicht ausreichend.

Zur Gewährleistung der benötigten klimatologischen Information ist das permanente Monitoring der meteorologischen Parameter über Langzeitmessungen in einem räumlich kleinen Gebiet notwendig (Beispiel: Dolinen-Messungen).

Institut für Meteorologie und Geophysik
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Letzte Änderung: 30.07.2013 - 16:11